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Wirbelsäulen Rehabilitation III – Dynamische Stabilisation

Wirbelsäulen Rehabilitation III – Dynamische Stabilisation

In Unser Körper besitzt zwei große Systeme zur unbewussten Steuerung der Organe. Die Systeme heißen Parasympathikus und Sympathikus.

Dynamische Stabilisation

In den ersten zwei Stufen, Lokale Stabilisation und Statische Stabilisation, legt man die Grundlage für die Zentrierung und den Schutz der Wirbelsäule und der einzelnen Wirbelkörpergelenke. Da ein wichtiger Bestandteil des Lebens die Bewegung ist, ist es als nächstes wichtig, die Stabilität auch in (dynamischen) Bewegungen zu trainieren. Frei nach dem Motto: “Die schlechteste Bewegung ist keine Bewegung”.

Im Gegensatz zur Statischen Stabilisation, wo die Wirbelsäule bei den Übungen in einer aufrechten, aber unbewegten Position bleibt (Beine und Arme bewegen sich), bewegt sich die Wirbelsäule bei der Dynamischen Stabilisation aus der Mittelposition heraus.
Im Alltag ist die Dynamische Stabilisation zum Beispiel beim Schneeschaufeln, beim Heben von Einkäufen ins & aus dem Auto heraus sowie bei diversen Sportarten im Einsatz (Tennis, Ski fahren, Volleyball, Kajak fahren, …).

Übung: Hantelstangen Schwung

Quelle: Bild rückenschmerz.at

Bei dieser Übung wird das Stabilisieren der Wirbelsäule während einer dynamischen Bewegung trainiert. Dazu brauchen Sie eine Langhantel und einen rutschfesten Boden bzw. eine rutschfeste Matte.

  • Stellen Sie sich mit einer Langhantel vor sich hin.
    • Die Füße sind hüftbreit aufgestellt, Knie- und Hüftgelenke sind leicht gebeugt.
    • Anschließend nehmen Sie die Hantelstange aufrecht vor sich hin und stellen Sie ein Ende auf die rutschfeste Unterlage.
    • Die gestreckten Arme befinden sich ca. auf Brusthöhe an der Hantelstange.
    • Danach drehen Sie das obere Ende der Hantelstange von einer Seite zur anderen.
    • Achten Sie auf eine stabilisierte und aufrechte Wirbelsäule.

Die Die Studienlage ist leider noch spärlich zum Thema Dynamische Stabilisation. Zudem wird darunter meistens eine Bewegung eines Körperteils verstanden, egal ob Wirbelsäule oder Extremitäten und nicht dazwischen unterschieden. Bei den vorhandenen Studien, in denen zum Teil Übungen zur Dynamischen Stabilisation neben Übungen zur Statischen Stabilisation verwendet wurden, konnte eine Verbesserung für PatientInnen mit unspezifischen Rückenschmerzen erzielt werden (Bhadauria & Gurudut, 2017; Moon et al., 2013). Allerdings wird in den Studien kein Stufenplan verwendet, sondern die PatientInnen führen gleich ohne vorherigen Aufbau die Übungen zur Dynamischen Stabilisation durch. Was der Meinung des Rückenschmerz-Teams nach nicht zielführend ist, wie in diesem und den Artikeln Lokale Stabilisation/Statische Stabilisation erklärt.

Dr. Florian Hofmann – FA für Orthopädie & orthopädische Chirurgie Philipp Zunke BA, MSc, PhD  – Physiotherapeut

Quelle: Bild und Text: rückenschmerz.at

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